Andenken an unsere Sehnsüchte.

hahn

In Souvenirläden bin ich schon immer gern gegangen. Ich liebe diese kitschigen kleinen Teile, die oft aus Plastik und aus China sind. Sie zeigen uns unser Reiseziel so, wie wir es uns erträumt haben. Es ist faszinierend, wie uns für jede Stadt und jede Urlaubsregion sofort ein paar Stichwörter einfallen, die vor allem unsere Sehnsucht beschreiben. Oft ist das Reiseziel enttäuschend, weil es viel komplexer ist als in der Vorstellung. Die Souvenirs sind dann ein schöner Trost, denn in ihnen ist die Welt noch in Ordnung. Hier habe ich ein paar Beispiele von Madeira, der Nachbarinsel Porto Santo und aus Wien zusammengestellt. Das Foto oben zeigt den Galo de Barcelos, den man in ganz Portugal und beim Portugiesen um die Ecke findet.

häuser etc

Die bunten Häuser, deren Dach bis fast zum Boden geht, sind typisch vor allem für das Städtchen Santana auf Madeira. Heute gibt es nur noch ungefähr fünf solcher Häuschen. Ihr Zweck ist es, Touristen ein Fotomotiv zu geben.

santa maria

Christoph Kolumbus soll ein paar Jahre auf Porto Santo zugebracht haben. Es gibt sogar ein Museum auf der Insel. Hier ist ein naturgetreues Modell des Segelschiffes, mit dem er Amerika entdeckte.

amadeus und sissi

Woran denkt man, wenn man sich auf eine Reise nach Wien freut? Richtig, an Sissi und Mozart. Zum Glück kann man die beiden mit nach Hause nehmen.

Wien teller

Natürlich gehören auch der Stephansdom, die Fiaker und das Riesenrad im Prater zum Wien-Repertoire. Oben rechts ist meiner Ansicht nach das Schloss Schönbrunn abgebildet. Ganz sicher bin ich mir nicht.

no kangaroos

Zum Schluss noch ein Beispiel für den ironischen Umgang mit Andenken. Warum auch immer nur auf die typischen Wahrzeichen Bezug nehmen? Das, was nicht zu erleben ist, kann doch genauso spannend sein.

01. April 2014

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